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- 16.8.2009: Tag 16 Witttstock – Rheinsberg (51 km)
- 15.8.2009: Tag 15 Groß Welle - Wittstock (53 km)
- 14.8.2009: Tag 14 Stölln – Groß Welle (56 km)
- 13.8.2009: Tag 13 Premnitz – Stölln (52 km)
- 12.8.2009: Tag 12 Brandenburg – Premnitz (56 km)
- 11.8.2009: Tag 11 Seehausen – Potsdam – Brandenburg (31 km + Bahnfahrt)
- 10.8.2009: Tag 10 Seehausen – Kemnitz – Seehausen (71 km)
- 9.8.2009: Tag 9 Seehausen (Ruhetag)
- 8.8.2009: Tag 8 Nonnendorf - Seehausen (40 km)
- 7.8.2009: Tag 7 Bad Liebenwerda – Nonnendorf (56 km)
Blogroll
Archive für 16.8.2009
Tag 16 Witttstock – Rheinsberg (51 km)
16.8.2009 von m_jungclaus.
Nach einem reichhaltigen Frühstück bei dem wir mal wieder die letzten Gäste im Saal waren und einer kurzen Stadtrundfahrt durch Wittstock setzten wir unsere Reise gegen 11:00 Uhr fort.
Der Weg verlief jetzt wieder über gut ausgebaute Radwege und auch die Landschaft wurde interessanter und abwechslungsreicher. An jedem Ortseingang begrüßten uns jetzt Protestschilder gegen das „Bombodrom“, wir befanden uns jetzt also in der „Freien Heide“. Überall gab es hier Zeichen dafür, wie sehr sich die Menschen über das Urteil freuten, mit dem das Bombenabwurfgelände in dieser Region verhindert wurde. Jahrelang hatten sie gerichtlich und auf der Straße dagegen gekämpft während Bundes- und Landespolitiker sich mal wieder nicht einigen konnten. Erst das oberste Gericht unseres Landes konnte dem Spuk ein Ende bereiten.
In Flecken Zechlin kamen wir an einen romantischen See der aber leider ausschließlich über Privatgrundstücke zu erreichen war. Wenn man solch einen Privatsee einmal mühevoll umrundet hat ohne ans Wasser zu gelangen versteht man die Initiatoren der Petition gegen Privatisierung der Brandenburger Seen noch ein wenig besser. Es ist sicherlich wichtig und gut, sich durch Flyer, Internet etc. über Probleme wie Tagebau, Seen-Privatisierung, Bombenabwurfplätze usw. zu informieren. Durch das Erleben der direkten Auswirkungen vor Ort gewinnen wir auf unserer Radtour aber eine noch viel intensivere Sicht auf die Dinge. Und dies motiviert noch mehr, mich im zukünftigen Landtag für ein gerechteres, nachhaltigeres und grüneres Brandenburg einzusetzen.
Gegen Abend erreichten wir Rheinsberg wo wir nach einer kurzen Besichtigung des Schlossparks unser Nachtlager aufschlugen. Für die ursprünglich geplante Besichtigung des stillgelegten Kernkraftwerks fanden wir leider keine Zeit. Dabei hätte ich schon gerne auch mit eigenen Augen gesehen, wie die Propagandamaschine der Atomlobby die Probleme hier vor Ort verharmlost. Scheibchenweise werden Informationen über die Gefährdung von Umgebung und Grundwasser durch verstrahlte Bauteile veröffentlicht. Erst hieß es: „Alles kein Problem“, jetzt musste der endgültige Rückbau schon zum wiederholten Male verschoben werden. Die ganze Wahrheit wird man vermutlich erst dann erfahren, wenn Radioaktivität im Grundwasser nachgewiesen wird.
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