Archive für 6.8.2009

Tag 6 Senftenberg – Bad Liebenwerda (64 km)

Nach den vielen energiepolitsichen Schauplätzen der vergangenen Tage wollten wir uns heute etwas mehr Urlaub gönnen.

Am Senftenberger See spürt man, dass man in einer Touristengegend gelandet ist: Die Preise etwas höher als bisher, der Service bei der Begrüßung ein wenig professioneller, die anschließende „Abfertigung“ dafür aber auch etwas unpersönlicher. Unschön, dass beim Frühstück die Brötchen einzeln angefordert werden mussten, Eier und Orangensaft alle waren und auch nicht nachgereicht wurden. Dabei wurde uns extra empfohlen, nicht so zeitig beim Frühstück zu erscheinen, da es sonst eng werden würde. Wir dachten dabei allerdings an die Plätze und nicht an die Verpflegung. Auf unserer Übernachtungsskala also bestenfalls Mittelfeld.

Da der See direkt vor der Tür lag und der vor uns liegende Streckenverlauf keine weitere Bademöglichkeiten erkennen ließ, begannen wir den Tag mit einer ausgedehnten Badepause.

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Weiter ging es dann entlang der Schwarzen Elster. Es wurde etwas ungemütlicher da die Temperatur stieg und der Radweg immer weniger durch schattigen Wald verlief. Hinter Elsterwerda standen wir plötzlich mal wieder vor einer Sperrung. Schuld daran diesmal nicht Vattenfall sondern die Kreisverwaltung. Die Brücke bei Würdenhain war vor einiger Zeit eingestürzt und verärgerte Einwohnerinnen des Ortes schilderten uns ihre Situation. Seit der Sperrung müssen sie nun einen längeren und vor allem gefährlicheren Weg entlang der Straße zurücklegen. Niemand schien das jedoch zu interessieren und ich sagte ihnen zu, mich über die Hintergründe zu informieren. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit – besonders jetzt vor den Wahlen – den betreffenden Direktkandidaten des Wahlkreis anzuschreiben und ihn zu bitten sich um das Thema zu kümmern.

Da sich unsere Befürchtungen bezüglich fehlender Bademöglichkeiten bewahrheiteten, wollten wir an diesem Tag noch Bad Liebenwerda erreichen damit die Kinder sich im dortigen Spaßbad noch einmal austoben konnten. Wir fanden Dank engagierter Beratung der örtlichen Touristeninformation wieder eine liebevoll geführte Privat-Pension und beendeten den Tag mit einem reichhhaltigen Abendessen in der Hasen-Schenke. Seinen Namen verdankt dieses Restaurant übrigens nicht dem langohrigem Nager sondern dem, bereits seit 20 Jahren aus Augsburg importierten Hasenbräu. Muss man nicht unbedingt kennen. Geschmacklich wie auch von der Öko-Bilanz her liegt Radeberger hier vorn.

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